
Seit 2015 kombiniert die Deutsche Telekom in speziellen Tarifen Festnetz-Internet mit Mobilfunk. Während zu Beginn noch DSL plus LTE gebündelt wurde, können Hybrid-Kunden heute auch auf 5G zugreifen – sogar in Verbindung mit Glasfaser.
Prinzip von Telekom Hybrid
Der Anschluss funktioniert so: Standardmäßig läuft der Datenverkehr über DSL oder VDSL. Sobald mehr Geschwindigkeit gebraucht wird, schaltet sich zusätzlich LTE oder 5G zu. Der Clou: Es gibt keine Volumenbegrenzung für die mobile Komponente. Allerdings lässt sich die zugehörige SIM-Karte ausschließlich im Router nutzen.
Wichtig zu wissen: Die Telekom ist nicht verpflichtet, Hybrid als Vorleistungsprodukt für andere Anbieter bereitzustellen. Das Angebot bleibt also exklusiv.
Router als Schlüsselkomponente
Für den Betrieb ist zwingend ein Telekom-Hybrid-Router erforderlich. Fremdgeräte unterstützen den speziellen Umschaltmechanismus zwischen Festnetz und Mobilfunk bislang nicht.
- 2015: Start mit dem Speedport Hybrid (Huawei).
- 2018: Einführung des Speedport Pro, der VDSL-Vectoring, Glasfaser und LTE Cat. 6 unterstützte. Dazu kamen Telefonanschlüsse via TAE, ISDN oder DECT.
- 2020: Der verbesserte Speedport Pro Plus bot erstmals Wi-Fi 6, WPA3-Verschlüsselung und Mesh-WLAN (Hersteller: Sagemcom).
Hybrid mit 5G seit 2023
Mit dem Speedport Smart 4 (gebaut von Arcadyan und Sagemcom) kam 2021 ein Router, der erstmals auch Glasfaser und 5G beherrschte. Zunächst lief nur ein Testprogramm – doch seit Februar 2023 gibt es den offiziellen Hybrid-5G-Tarif.
Hierbei wird ein zusätzlicher 5G-Empfänger außerhalb des Hauses angebracht, etwa an der Fassade oder am Fenster. Über ein zehn Meter langes Flachbandkabel wird er mit dem Router verbunden.
Die Telekom vermarktet 5G-Hybrid sowohl als Zubuch-Option zu Festnetzanschlüssen als auch als eigenständigen Tarif. Damit richtet sich das Angebot vor allem an Kunden, die besonders hohe Geschwindigkeiten oder eine stabile Ausfallsicherheit wünschen.
