Viele Hersteller von DECT-Telefonen werben mit Bezeichnungen wie Eco oder Eco-Modus. Gemeint sind Geräte, die eine geringere Strahlenbelastung versprechen. Doch was genau bedeutet das eigentlich?

Strahlung bei DECT-Telefonen

Wie bei allen Funktechniken erzeugen auch DECT-Geräte hochfrequente Felder. Die Grundlage für deren Bewertung ist die sogenannte Spezifische Absorptionsrate (SAR), die angibt, wie viel Strahlungsleistung pro Kilogramm Körpergewicht aufgenommen wird. Der gesetzliche Höchstwert liegt bei 2 W/kg. Bei DECT liegt der Wert deutlich darunter – in der Regel unter 0,1 W/kg.

Allerdings basiert dieser Wert auf einem Durchschnitt. Da DECT mit gepulsten Signalen arbeitet, schwankt die Strahlung ständig. Kritiker halten es deshalb für fragwürdig, nur den Mittelwert zu betrachten: Kurze, starke Impulse könnten unter Umständen anders wirken als eine gleichmäßige Dauerstrahlung – auch wenn wissenschaftlich bislang kein schädlicher Effekt nachgewiesen wurde.

Was Eco-Geräte leisten sollen

Seit 2005 gibt es in Deutschland sogenannte DECT-Eco-Telefone. Nach Angaben der Hersteller reduzieren sie die Strahlung der Basisstation um bis zu 80 Prozent – selbst dann, wenn mehrere Mobilteile eingebucht sind oder das Telefon nicht in der Ladeschale steckt. Klingt vielversprechend, doch: Eco ist nicht gleich Eco.

Unterschiedliche Modi – wenig Transparenz

Die Bezeichnung „strahlungsarm“ ist nicht einheitlich geregelt. Manche Geräte senken nur dann die Sendeleistung, wenn das Mobilteil in der Basis steckt. Andere schalten die Funkverbindung sogar komplett ab (temporärer Eco-Modus). Wieder andere reduzieren die Strahlung dauerhaft. Besonders verwirrend: Sobald mehrere Mobilteile an einer Basis genutzt werden, funktioniert der Eco-Modus oft nicht mehr wie beworben.

Für Verbraucher ist daher schwer nachvollziehbar, welcher Eco-Modus in welchem Gerät steckt. Hersteller verwenden Begriffe wie „Eco“, „Eco+“ oder „Full Eco“, ohne dass diese Standards klar definiert sind. Einheitliche Regelungen oder verbindliche Kennzeichnungen fehlen bislang.

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